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Radfahren in Südtirol: Unsere Tipps für sicheres, angenehmes E-Bike-Fahren

Blog-Eintrag   •   Jan 22, 2020 08:39 CET

Mit unseren Tipps steht dem E-Bike-Vergnügen nichts mehr im Weg! (Bildquelle © Armin Huber)

Sich auf dem Fahrrad fortzubewegen ist gesund, macht Spaß und ist, Helm und gewisses Fahrkönnen vorausgesetzt, relativ ungefährlich. Besonders das Radfahren in Südtirol im Urlaub lässt das Herz eines jeden Fahrradfans höher schlagen. Schon allein wegen des gut ausgebauten Radwegenetzes, darunter der berühmte Via Claudia Augusta Radweg und der Südtirol Radweg (der alle Südtiroler Städte nahtlos miteinander verbindet), aber auch viele Trails unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit für MTB-Fahrer.

In den letzten Jahren hat zudem ein weiteres Phänomen von sich reden gemacht: Das E-Bike. Es nur als reinen Trend zu bezeichnen, würde dem Ausmaß an verkauften E-Bikes nicht gerecht, allein in Deutschland stieg die Zahl von ca. 20% der verkauften Fahrräder 2010 auf ziemlich genau die Hälfte, also 50%, Ende 2019. Das verwundert nicht: Der Elektromotor hilft auf anstrengenden Strecken, spart beim Rollen von A nach B wertvolle Kräfte und ist schlicht und ergreifend bequem.

E-Bike fahren will gelernt sein

Doch E-Bike-Fahren ist nicht einfach Fahrradfahren mit schnellerer Geschwindigkeit, die zusätzliche Technik hat ihre Tücken und Eigenheiten und muss mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Dass man das Fahrradfahren an sich nie ganz verlernt, hat die Neurologie inzwischen bewiesen; die Umstellung vom reinen Muskeltreten auf das E-Bike ist aber trotzdem mit ein paar Änderungen verbunden. Die richtige Fahrtechnik ist das Um und Auf. Mit diesen Tipps unseres Bike-Hotels, dem Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort in Naturns, ist das allerdings kein Problem!

E-Bike: radfahren ohne zu treten?

Es gibt eigentlich kein “E-Bike” als solches. Von den detaillierten Unterschieden zwischen City-, Renn- und MTB-Rädern mal abgesehen, unterteilt man E-Bikes grundsätzlich in drei Antriebsarten:

E-Bike ohne Anfahrhilfe

Das Rad unterstützt Sie, sobald Sie in die Pedale treten, mit einem kleinen 250 Watt-Motor. Eine Geschwindigkeit von maximal etwa 25 km/h kann auf diese Weise erreicht werden. Haben Sie es eiliger, müssen Sie alleine schneller strampeln.

E-Bike mit Anfahrhilfe

Bis zu 6 km/h, also mit zügiger Schrittgeschwindigkeit, fährt das Bike auch “alleine”, d.h. ohne dass Sie mit den Pedalen nachhelfen müssen. Ab 6 km/h ist es identisch mit dem E-Bike ohne Anfahrhilfe, indem es Sie bis zur 25 km/h-Grenze unterstützt.

Beide diese E-Bike-Typen entsprechen rechtlich normalen Fahrrädern und benötigen weder Führerschein noch Zulassung. Darüber hinaus gibt es aber noch das:

Pedelec (Pedal Electric Cycle)

Dieses entspricht einem Kleinkraftfahrzeug ähnlich eines Mofas, erreicht bis zu 45 km/h und benötigt in den meisten Ländern eine Fahrerlaubnis und ein Kennzeichen. Auch Vorschriften zu Art und Aufbau des verwendeten Helms gelten vielerorts. Das Pedelec ist mit der nötigen Vorsicht und Fahrtechnik sehr unterhaltsam zu fahren, hat aber mit dem Fahrradfahren im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun.

Effizient unterwegs im Urlaub mit dem Fahrrad

Beim Radfahren in Südtirol finden Sie zwar an vielen Orten Aufladestationen für E-Bikes, so auch bei uns im Bike-Hotel Lindenhof in Naturns. Wo sie jedoch (noch?) keine finden werden, ist auf halbem Wege einer ausgedehnten Tour durch fast unberührte Südtiroler Natur. Mit diesen Tipps nutzen Sie die Leistung des Akkus (und die Ihrer Beine) am effizientesten, um genug Energie für die gesamte Fahrt zu haben:

  • Treten Sie gleichmäßig in die Pedale, gleichbleibende Geschwindigkeit spart automatisch Strom
  • Vorausschauendes Fahren ist angebracht, denn abrupte Bremsmanöver und das folgende Beschleunigen kosten wertvollen Strom. Sehen Sie von weitem einen Grund zu verlangsamen, lassen Sie das E-Bike ausrollen.
  • Kontrollieren Sie immer Reifendruck und die Funktion der Bremsen. Das zusätzliche Gewicht von Antrieb und Akku benötigen höheren Reifendruck, um das E-Bike stabil zu halten. Dass gut funktionierende Bremsen ein Muss sind, versteht sich quasi von selbst.
  • Apropos Bremsen: Verinnerlichen Sie die genaue Funktion des Bikes Ihrer Wahl beim Bremsen. Auf dem Pedelec schaltet sich der Motor beim Bremsen ab und erst wieder ein, sobald Sie beschleunigen, was besonders in Kurven zu bösen Überraschungen führen kann und mehr Energie verbraucht. Beim herkömmlichen E-Bike gibt es diese Funktion nicht. Das Weiterlaufen des Motors braucht zwar auch Energie, ist aber insgesamt wirtschaftlicher.


Legen Sie einen Gang zu – aber richtig!

Das Schalten beim E-Bike ist nicht viel komplizierter als beim klassischen Fahrrad, durch die höhere Geschwindigkeit und veränderte Belastung der verschiedenen Bauteile sollten Sie aber trotzdem keine zu radikalen Manöver wagen. Auch während des Schaltens müssen Sie weiter in die Pedale treten, allerdings mit weniger Kraft bzw. Druck. Wie auch beim normalen Fahrrad sollten Gangwechsel unter Vollbelastung oder das gewaltsame Überspringen von Gängen vermieden werden, um die Kette nicht zu beschädigen oder gar brechen zu lassen.

Zusätzlich können Sie beim E-Bike neben den herkömmlichen Gängen noch verschiedene (meist 3-5) Stufen einstellen, die die Unterstützung des Elektromotors regulieren. So gut sich der Fahrtwind im Gesicht bei relativ wenig Aufwand der Oberschenkel anfühlt – fahren Sie nicht ausschließlich in der höchsten Einstellung! Dauernd mit hoher Geschwindigkeit dahinzubrausen erfordert logischerweise häufiges Bremsen und wieder Beschleunigen, was relativ viel Strom frisst und auf Dauer dem Antrieb schaden kann. Mit weitestgehend konstanter Geschwindigkeit kommen Sie entspannt und mit genug Akkureserven ans Ziel.

Besonders wichtig bei Radtouren in Südtirol: Steigungen

Im Gegensatz zum E-Bike fahren in flacheren Gebieten muten Sie Ihrem E-Bike in Südtirol oft einiges an Steigungen zu, wenn Sie damit in die Berge oder zu höhergelegenen Ausflugszielen fahren. Diese kann es zwar gut bewältigen, Sie sollten aber einige Vorkehrungen treffen, um dem Akku zu großen Energieverbrauch und Ihnen selbst ungeplante Pannen zu ersparen:

  • Planen Sie voraus: sehen Sie sich die geplante Tour vorher online an, wenn Sie mit größeren Steigungen rechnen müssen, sparen Sie davor und dazwischen Akku und nehmen Sie eventuell etwas leichteres Gepäck mit.
  • Während dem Befahren von steilen Passagen sollten Sie das Gewicht auf das Vorderrad verlagern. Ein niedriger Gang und das fleißige Mittreten mit dem Motor lässt Sie in Teamwork mit Ihrem E-Bike die Steigung bewältigen, ohne beide zu sehr zu verausgaben. Eine Trittfrequenz von 60-80 für den steilsten Punkt und ca. 50 für den Rest ist hier angemessen.


Weitere Sicherheitstipps für das E-Bike

Auf dem E-Bike sind Sie wie oben erwähnt mit bis zu 25 km/h unterwegs, auf einem normalen Fahrrad – durchtrainierte Rennradler mal ausgenommen – mit ca. 15 km/h. Demnach ist auch der Bremsweg beim E-Bike je nach Zustand der Straße und Ihrer Reaktionsschnelligkeit bis zu doppelt so lang. Falls Sie bei der Durchfahrt von Dörfern und Städten den Weg von Autofahrern kreuzen oder mit dem E-MTB den Flow auf einem steilen Trail genießen, sollten Sie das im Hinterkopf behalten. Ängstliche Null-Risiko-Fahrweise ist nicht überall möglich und verhindert den Spaß, doch sollten Sie sich auf eventuelle gefährliche Situationen vorbereiten und vorausschauend unterwegs sein.

Außerdem zu beachten: Bisher gilt keine Helmpflicht für E-Biker (ausgenommen Pedelec). Das Tragen eines Helms wird trotzdem unbedingt empfohlen; ein Unfall ist auch mit 25 km/h meist noch verheerend und Jahr für Jahr zeigen Statistiken, dass über 70% der schweren Kopfverletzungen bei Radunfällen durch dem Tragen eines Helms stark vermindert, wenn nicht sogar hätten verhindert werden können.

Der beste Tipp für E-Bike-Fahrer: Urlaub im Lindenhof!

Ein letzter guter Ratschlag: Wenn Sie sich beim Radfahren in Südtirol um nichts Sorgen machen wollen, sind Sie bei uns im Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort bestens aufgehoben. Zum einen können wir jahrelange Expertise im Bike-Bereich vorweisen; Hotelchef Joachim Nischler ist leidenschaftlicher Rennrad-Profi und organisiert regelmäßig Events, Bike-Special-Wochen und lässt Sie im hoteleigenen Storck-Testcenter die neuesten Modelle ausprobieren. Zum anderen sind wir bestens ausgerüstet, um Sie im Urlaub in Südtirol mit allem um das Thema Rad zu versorgen. Geführte Touren und Ausfahrten, Fahrsicherheitstraining, Bike-Verleih direkt im Hotel mit diversen E-Bike-, E-MTB-, Mountainbike- und Rennradmodellen, gratis Reparaturset zum Mitnehmen, umfangreiche Sammlungen an Streckeninfos und Karten und nicht zuletzt Gourmet-Kulinarik zur Stärkung vor und nach den Rad-Touren bilden ein vollwertiges Programm, das Sie begeistern wird! 

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